In Alles über Esel, Allgemein

Heute möchte ich einen etwas anderen Beitrag schreiben. Mit dem Thema Coaching, Führungskräftetraining und Teamentwicklung nicht auf den ersten Blick zusammenhängend – wenngleich dennoch Parallelen bestehen und man die Erkenntnisse auf diese Bereiche übertragen kann. Ein Esel spielt jedoch eine wichtige Rolle und somit passt das Thema ja doch für einen Beitrag auf der Eselcoaching Homepage.

Es handelt sich um eine Geschichte, die ich kürzlich im Buch „Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“ von Jorge Bucay gelesen habe. Im Übrigen ein sehr empfehlenswertes Buch mit zahlreichen Kurzgeschichten, die zum Nachdenken und Reflektieren anregen. Eine handelt von einem Gesangswettbewerb, die ich im Folgenden kurz zusammenfassen möchte.

Der Gesangswettbewerb

Ein Uhu hatte eine Weile in Gefangenschaft bei Menschen gelebt. Nach seiner Freilassung kehrte er in den Wald zu den Tieren zurück und erklärte ihnen, was die Menschen für seltsame Bräuche haben.

Beispielsweise erzählte er von Wettbewerben, bei denen verschiedene Künstler auftreten, ihre Talente zeigen und ein Sieger gekürt würde.

Die Tiere waren von dieser Idee ganz angetan und entschieden schnell, ebenfalls einen solchen Wettbewerb zu organisieren – einen Gesangswettbewerb.

Der Uhu übernahm die Moderation, da er das Prozedere ja bereits aus der Stadt kannte und erklärte die Regeln: Die Abstimmung sollte allgemein und geheim stattfinden. Alle Teilnehmer waren gleichzeitig auch Mitglieder der Jury und entschieden schlussendlich über den Gewinner.

Der Gesangswettbewerb begann und vom Nashorn bis zum Stieglitz zeigten alle Tiere ihr Gesangstalent auf der Bühne. Je nach Tierart mit mehr oder weniger starkem Beifall. Nach allen Auftritten notierten die Teilnehmer ihre Wertung auf einem Zettel, die der Moderator in mit einer Wahlurne einsammelte.

Dann war es soweit: der Moment der Abstimmung. Der Uhu begann mit der Auszählung:

„Die erste Stimme geht an ….. den Esel!“, verkündete der Uhu. Schweigen, dann zögerlicher Applaus.

„Die zweite Stimme geht an …. den Esel!“ Verwunderung machte sich breit. Denn auch die dritte Stimme erhielt der Esel. Die Tiere, die Jurymitglieder, tauschten untereinander Blicke aus. Zunächst verwundert, dann immer beschämter. Denn jeder war sich nun seiner Schuld bewusst. Allen war klar, dass das Geschrei des Esels wohl kaum als Gesang bezeichnet werden konnte.. Und doch erhielt er Stimme um Stimme.

Nach der Auszählung sag die Wertung wie folgt aus: Der Esel erhielt eindeutig den ersten Preis!

Der weise Uhu erklärte dem Publikum was geschehen war:

Jeder Teilnehmer fand seinen eigenen Gesang am schönsten und entschied sich daher dazu, denjenigen zu wählen, der in seinen Augen die schlechteste Performance gezeigt hatte – der Esel. Denn vom ihm war keine Gefahr zu erwarten. Am Ende wurde der Sieger fast einstimmig gewählt. Alle Stimmen, bis auf zwei, gingen an den Esel. Eine Stimme ging an die Lerche mit ihrem wirklich schönen Gesang. Das war die des Esels, denn er wusste, dass er selbst keine Chance hatte, den Wettbewerb zu gewinnen und wählte aufrichtig. Die zweite Stimme ging an den Menschen. Der – wie könnte es anders sein – für sich selbst gestimmt hatte.

Diese kleine Geschichte zeigt, dass auch ein Esel einen Gesangswettbewerb gewinnen kann. Lotti, Pepe und Rasmus waren begeistert
Elena Ites

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