In Allgemein, Führung, Stärken stärken

Frauen sind seit Jahren in den Führungspositionen deutscher Unternehmen unterrepräsentiert. Doch nicht nur in großen Unternehmen an der Spitze der Wirtschaft unseres Landes. Auf nahezu allen Ebenen zeichnet sich ein ähnliches Bild. Auch auf kommunaler Ebene. Die Zeppelin Universität in Friedrichshafen wertete dazu einige Daten aus: Im Vergleich zum Frühjahr letzten Jahres stiegt der Anteil von Frauen in Führungspositionen bei kommunalen Ebenen zwar an, jedoch nur um 0,4%, auf 19,7%. Von ungefähr 2200 Führungspositionen in öffentlichen Unternehmen, Stadtwerken und Krankenhäusern macht das nur gute 430. Spitzenreiter ist bisher die Stadt Offenbach. Hier sind knapp über die Hälfte aller Führungskräfte Frauen. In vier der untersuchten 70 Städte wiederrum gab es keine einzige weibliche Führungskraft. 

Warum es im Interesse der Unternehmen sein sollte, Gender-Gap zu verringern

Diversity war das Stichwort, was bereits vor einigen Jahren die Wirtschaftsunternehmen beschäftigte. Vielfalt als Antrieb und Motor für ein effektiveres und kreativeres Team. Auch Führungsetagen würden davon profitieren. Denn bereits zahlreiche Studien zeigen, dass Frauen in Führungspositionen nicht nur die Unternehmenskultur positiv verändern, sondern auch zu mehr Erfolg des Unternehmens führen. 

Was Frauen in Führungspositionen mitbringen 

Frauen denken anders als Männer und sind bekannt dafür, das Geschehen aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Soziales Verhalten, faire Entscheidungen und gute Kommunikation – softskills – stehen bei den meisten Frauen stärker im Vordergrund. Ein solcher Führungsstil bringt nachhaltig Erfolg. Mittlerweile gibt es zahlreiche Studien, die dies belegen. 

Beispielsweise eine Studie der kanadischen McMaster University, an der mehrere hundert Manager (75%) und Managerinnen (25%) teilnahmen. Die Männer überzeugten durch reichlich Erfahrungen im Management und trafen Entscheidungen alleine oder auf Grundlage fester Regeln und Routinen. Die Frauen versuchten stattdessen verschiedene Perspektiven einzunehmen und suchten nach einem fairen Kompromiss für alle Beteiligten. Diese kooperative Arbeitsweise führte auf lange Sicht zur besseren Lösung für das Unternehmen, da die Stakeholder frühzeitig mit einbezogen wurden. Insgesamt fallen weibliche Führungskräfte dadurch auf, dass sie mehr Fragen stellen, bevor sie sich für eine der Alternative entscheiden. Sie sorgen sogar dafür, dass die klischeebehafteten „Machtspielchen“ weniger werden und erhöhen die Umsatzrendite in Unternehmen. Grund dafür ist gegebenenfalls eine bestimmte Gen-Variante, wie die Universität Trier untersuchte. Doch genaue Ergebnisse und Hintergründe liegen dazu noch nicht vor. 

Führungskraft ist und bleibt aber auch Führungskraft – unabhängig des Geschlechts

Nun aber anzunehmen, dass sich Frauen in Führungspositionen voll und ganz von Männern in ähnlichen Positionen unterscheiden, wäre auch falsch. Zum einen werden dieselben Anforderungen an beide Gruppen gestellt. Jedes Unternehmen hat ein Anforderungsprofil für jede Stelle. So auch für Führungspositionen. Anhand des Profils wird der bestmögliche „fit“ für das Unternehmen gesucht. Männer und Frauen werden also anhand derselben Parameter ausgewählt. Und das ist auch gut so, denn Führungskräfte sollten schnell und entschieden Entscheidungen treffen können, Menschen motivieren können und neben Fachwissen auch Verhandlungsgeschick mitbringen. 

Unabhängig davon, dass Frauen oftmals größere Steine in den Weg gelegt werden auf ihrem Weg nach oben, gibt es noch Unterschiede im Verhalten, die dazu führen können, dass sie in Führungsetagen unterrepräsentiert sind. (Und keinesfalls möchten wir die äußeren Faktoren dadurch weniger wichtig erscheinen lassen – hier liegt es an der Politik und an Unternehmen selbst, ihre Führungsetagen vielfältiger zu gestalten!) 

Tipps für Frauen

Frauen sind sich ihren eigenen Stärken oftmals nicht bewusst. Sie gehen (viel zu) selbstkritisch mit sich um. Anstatt erfüllte Aufgaben als herausragend anzusehen, sind Frauen viel zu schnell dabei, es als selbstverständlich zu erachten. Das führt leider auch dazu, dass sie insgesamt weniger sichtbar sind als männliche Kollegen. Hinzu kommt, dass weibliche Führungskräfte(anwärterinnen) oftmals weniger netzwerken – sowohl intern im Unternehmen, als auch extern. Studien zeigen, dass Frauen, die aus Unternehmerfamilien stammen oder selbst Mütter in Führungspositionen hatten, dies deutlich besser können. Sie sind früher sichtbar und steigen dadurch in Unternehmen auch schneller auf. 

Netzwerken und Mentor_innen suchen – der Schlüssel zum Erfolg

Berufliche Netzwerke gibt es mittlerweile zahlreiche. Viele auch explizit für Frauen. Ein solches Netzwerk und bestenfalls einen professionellen Mentor oder eine erfahrene Mentorin sind ebenfalls wichtige Schritte auf dem Weg in eine Führungsposition. Frauen profitieren stark davon und sorgen so für persönliche und fachliche Weiterentwicklung. Sehr gerne unterstützen wir mit einem externen Coaching auch dabei! Entweder tiergestützt als Eselcoaching oder im persönlichen Coaching ohne Esel.  

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