In Allgemein, Burnout-Prävention

Jeder weiß, dass Stress manchmal nicht zu vermeiden ist. Ein unerwartetes Ereignis, ein anstrengender Chef oder Mitarbeiter oder Termindruck führen häufig dazu, dass wir in Anspannung geraten. Für einige ist dies kein Problem, sie sind dann erst zu Höchstleistungen fähig. Anderen macht dieser Stress ganz schön zu schaffen, da sie sensibler darauf reagieren.

Genau diese Individualität beim Stressempfinden wird mit dem Konzept der Stressampel deutlich. Diese macht die unterschiedliche Wahrnehmung von Stresssituationen deutlich und hilft, geeignete Maßnahmen gegen Stress zu entwickeln.

Was genau ist die Stressampel?

Die Stressampel wurde vom Diplom-Psychologen Prof. Dr. Gert Kaluza entwickelt. Er erkannte, dass Menschen in derselben Situation unterschiedlich reagieren und auch das Stresslevel anders einschätzen. Genau um diesen individuellen Umgang mit Stress setzt die Stressampel in den Fokus. Dabei geht es zunächst darum, den Stress zu analysieren. Nur so kann man passende Maßnahmen zur Stressbewältigung finden.

Kaluza entwickelte drei verschiedene Phasen der Stressanalyse. Alle werden mit einem Leitsatz eingeleitet, der vom Betroffenen selbst beendet werden soll.

Rot – Phase 1: Die Stressoren

Ich gerate in Stress, wenn…

Zunächst sollen Sie grundlegend beantworten, was bei Ihnen Stress auslöst. Bitte suchen Sie hier nach konkreten Auslösern und nicht nach allgemeinen. Oft hilft es, sich Schritt für Schritt auf sein persönliches Umfeld zu konzentrieren. Überlegen Sie, was Sie am Arbeitsplatz oder im Privatleben in Stress geraten lässt. Empfinden Sie eher Stress, wenn Termindruck kommt oder fühlen Sie sich bei Meinungsverschiedenheiten gestresst?

Gelb – Phase 2: Die Stressverstärker

Ich setze mich selbst unter Stress, indem …

In dieser Phase geht es um kritische Selbstreflexion. Welche eigenen Gedanken führen zu noch mehr Stress? Wollen Sie immer alles perfekt machen oder haben Sie keine Geduld? Neben Perfektionismus und Ungeduld ist nach Kaluza auch der Wunsch nach Kontrolle ein klassischer Stressverstärker. Hinterfragen Sie sich kritisch.

Grün – Phase 3: Die Stressreaktion

Wenn ich im Stress bin, dann …

Jeder Mensch reagiert in Stresssituationen unterschiedlich. Und genau seine individuelle Reaktion sollte man sich bewusst machen. Reagieren Sie emotional? Empfinden Sie Angst oder Aggression? Oder stürzen Sie sich in Arbeit und möglichst schnell abzuliefern? Einige Menschen empfinden Stress auch auf körperlicher Ebene. Beispielsweise in Form von Kopf- oder Bauchschmerzen.

Die Säulen der Stresskompetenz

Anhand der drei Phasen der Stressampel haben Sie nun ein eigenes Profil Ihres persönlichen Stresses entwickelt. Nun geht es darum, den analysierten Stress zu bewältigen. Dazu hat der Diplom-Psychologe die so genannten Säulen der Stresskompetenz entwickelt. Er empfiehlt, sich mit denen zu beschäftigen, um passende Lösungsvorschläge zu finden.

Die instrumentelle Stresskompetenz

Falls Sie häufig äußere Stressoren identifizieren konnten bei Ihrer persönlichen Stressanalyse, können Sie darauf zeitig reagieren – bevor der Stress zu groß wird! Geeignete Maßnahmen wären Delegieren, um Hilfe bitten oder Nein sagen. (Lesen Sie hier, wie man NEIN sagen üben kann.) Außerdem hilft es, klare Prioritäten zu setzen. So weiß man, welchen Aufgaben und Problemen man sich zuerst widmen sollte.

Egal, für was Sie sich entscheiden, planen Sie immer ausreichend Pausen ein. Denn auch das hilft beim Durchatmen und Sie starten mit mehr Energie durch.

Die mentale Stresskompetenz

Sie haben zuvor analysiert, welche inneren Antreiber Ihr Stresslevel noch zusätzlich steigen lassen. Diese lassen sich in den Griff bekommen. Dazu ist es wichtig, dass Sie ein möglichst genaues Bild von sich selbst haben. Je genauer das Selbstbild, desto erfolgsversprechender die Maßnahmen.
Hinterfragen Sie Ihre Gedanken und Erwartungen. Akzeptieren Sie, dass es natürliche Grenzen gibt und Sie nicht immer perfekt/am schnellsten/am beliebtesten sein müssen. Auch eigene Fehler zuzulassen, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Stressbewältigung.
Lernen Sie, den Fokus auf das Wesentliche zu legen und sich nicht alles zu Herzen zu nehmen.

Die regenerative Stresskompetenz

Häufig leiden wir mehr unter den Reaktionen, die auf den Stress folgen, als unter Stress selbst. Daher sollten Sie versuchen, einige Maßnahmen zur Stressbewältigung in Ihren Alltag zu integrieren. Jeder Mensch benötigt einen Ausgleich. Dieser kann Sport oder ein Hobby sein. Wichtig ist aber auch Zeit mit Menschen zu verbringen, die einem wichtig sind. Bewegung, Spaß und soziale Kontakte tun jedem Menschen gut.
Vergessen Sie aber auch nicht ausreichend zu schlafen. Im Schlaf erholen wir uns und schöpfen Kraft für den neuen Tag. Schlaf ist eine wichtige Methode zur Stressbewältigung.

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